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Emilia Licht   

 

Achtung! Neues Buch "Aus Deiner Sicht" erscheint am 30.01.2016! 

 

Biografie Emilia Licht

 

Wenn man mich fragt, seit wann ich gern lese, fällt mir die Antwort einerseits leicht: schon immer. Anderseits hört es sich furchtbar langweilig und platt an. Und doch ist es so. Bücher sind etwas Selbstverständliches in meinem Leben. In unserer Familie wurde und wird viel gelesen. Und wie bin ich zum Schreiben gekommen? Ähnliche Antwort. Auch diese Leidenschaft überfiel mich nicht plötzlich eines Nachts. Ich kann kein konkretes Datum für meine erste Geschichte benennen. Allerdings habe ich auch nie den ernsthaften Wunsch geäußert, Schriftstellerin zu werden. Dass ich nun doch allmählich eine werde, genieße ich sehr.

Nach meinem Schulabschluss habe ich eine ordentliche Ausbildung absolviert, in einem Beruf, den es heute nicht mehr gibt, und wenn, dann wird er größtenteils von Männern ausgeübt.

Nach der Wende, ich war gerade Mutter geworden, musste ich mich allerdings schon wieder neu orientieren, denn in meinem Betrieb, wie man Firmen bei uns damals noch nannte, wurden massiv Stellen abgebaut. Über verschiedene Stationen entdeckte ich dann schließlich den Außendienst für mich. Hier konnte ich mein Talent, den Umgang mit Menschen, mit meiner Reiseleidenschaft verbinden. Und ich sammelte Eindrücke. Kollegen, Kunden, Städte, Regionen, Konflikte und Herausforderungen, deren Bewältigung – kurz zwischenmenschliche Geschichten aller Art. Ich beobachtete und schrieb.

2004 verspürte ich zum ersten Mal den Wunsch, aus dieser Schatztruhe eine einzelne Geschichte herauszunehmen, und sie in einem Roman zu verarbeiten. Ich begann damit, mir das Handwerkszeug eines Autors anzueignen. Ich las Ratgeber, informierte mich über die Gepflogenheiten der Branche, knüpfte erste Kontakte zu anderen Autoren, und trainierte weiter mit kleinen Geschichten. Wie die meisten meiner Kollegen, nahm ich auch an verschiedenen Wettbewerben teil und entschuldige mich hiermit ganz offiziell bei allen Jurymitgliedern.

Nachdem ich mein erstes Manuskript an einige Verlage geschickt und die üblichen Absagen kassiert hatte, spürte ich sehr schnell, dass mein Know-How noch lange nicht ausreichte. Also belegte ich einen online Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Das war eine harte Schule, aber ich lernte und lernte. Vor allem lernte ich, weil Rainer mir nicht nur sagte, was mit meinem Text NICHT stimmte, sondern er gab mir auch die richtigen Hinweise, wie ich es besser machen könnte.

2008 wagte ich dann einen weiteren Schritt in Richtung Veröffentlichung. Ich schickte einige meiner Kurzgeschichten an den Kelter Verlag, mit der Bitte um Prüfung. Vielleicht, so hoffte ich, würde der Lektorin eine meiner Geschichten gefallen und sie würde sie kaufen. Wenige Tage später erreichte mich eine Email, dass sie alle drei eingesandten Geschichten drucken würden. Was für ein Gefühl! Wie im Rausch schrieb ich weiter, und lernte durch die strengen Vorgaben, auf den Punkt genau zu schreiben. Zuverlässigkeit und Flexibilität – wer sagt einem angehenden Autor schon, dass das zwei ganz wichtige Eigenschaften sind, die man mitbringen sollte.

2010 landete dann durch einen glücklichen Zufall eine Ausschreibung des Gmeiner Verlages auf meinem Tisch. „Heitere Frauenromane“ gesucht. Ich fühlte mich angesprochen und schickte ein Exposé sowie eine kleine Leseprobe. Und von diesem Tag an ging alles ganz schnell. Die Lektorin antwortete - sehr schnell, wir trafen uns auf der Leipziger Buchmesse – sehr schnell, einigten uns auf alle Modalitäten – sehr schnell. Und dann? Tja, dann musste ich nur noch diesen Roman schreiben. Sehr schnell. Aber es hat alles funktioniert. Im Februar 2011 ging „Hotel Blaues Wunder“ an den Start.

Seither habe ich weiter geschrieben, mich auch in anderen Genres versucht, und seit August 2011 werde ich von einer Literaturagentur vertreten.

Außerdem habe ich im November mein erstes E-Book selbst veröffentlicht. Es ist die überarbeitete Ausgabe meines Debütromans. Mit neuem Cover ausgestattet, ist es seither bei amazon unter dem Titel „Liebe auf leisen Sohlen“ zu haben.

 

Wenn ich denn mal Freizeit habe, spiele ich Volleyball und genieße das Leben mit meinem Mann und zwei Katzen. Wir reisen sehr gern. Trotzdem, oder vielleicht gerade weil ich nach wie vor in vielen Hotels zu Gast bin, nehme ich mir die Zeit, Menschen zu beobachten und mich für kommende Geschichten inspirieren zu lassen.